Ein Krimi von Luke P. aus der Klasse 4

Der süße Fall

MORD an Frau Erols Lieblingskonditor

Frau Erol ist mal wieder im Polizeipräsidium in Karlsruhe eingeschlafen. Man kann es ihr aber nicht übelnehmen, denn sie arbeitet Tag und Nacht. Auf einmal brüllt es aus dem Walky Talky „FRAU EEEROL!!!“  Sie springt aus ihrem Stuhl und ruft: „Ich bin wach!“ Ihr Boss Luke mag es gar nicht, wenn sie im Büro einschläft. Er sagt „Der Konditor wurde erstochen. Herr Süß.“ Frau Erol jammert: „Nein! Woher soll ich denn jetzt noch meine 5-stöckigen Torten herbekommen?!“ Luke brüllt zurück: „Das ist mir jetzt egal! Kommen Sie sofort her!“

Frau Erol fährt weinend in die Konditorei zum Tatort. Sie ist sehr traurig. Als sie dort ist, sieht sie die Leiche und fällt auf die Knie und ruft: „NEIN!“ Da sieht sie die Mordwaffe neben dem Konditor liegen. Auf dem Messer ist ein Mafiazeichen eingraviert. Jetzt wusste sie auch, warum er umgebracht wurde. Er war nämlich ein Mafiafeind seiner ganzen Familie. Herr Süß stammte aus einer Mafiafamilie. Er verriet diese an die Polizei.

Plötzlich tritt in die Konditorei ein Mann mit einer schwarzen Jacke ein und sagt: „Ah, ist der Dummkopf endlich tot?“ Frau Erol kommt dieser Typ verdächtig vor. Weshalb findet er den Tod von Herrn Süß wohl gut? Sie möchte ihn mit auf die Wache nehmen. „Sie kommen jetzt erst einmal mit,“ knurrt Frau Erol. Der Mann weigert sich und fragt: „Wer sind Sie überhaupt?“ „Ich bin Kommissarin Duygu Erol. Und Sie?“ Genauso schnell wie er kam, rannte er jetzt auch weg. Allerdings ist Frau Erol schneller. Sie packt den Mann kräftig am Arm und zerrt ihn in das Polizeiauto.

Als sie auf der Wache im Polizeipräsidium Karlsruhe angekommen sind, klingelt ihr Handy. Es ist Luke! Er meint, er hätte für Frau Erol einen Azubi. „Wie heißt er denn?“, fragt sie lustlos und rollt mit den Augen.

„Manuel!“ „Ah! Wo ist denn dieser Manuel?“ „Er müsste schon in unserem Büro sein.“ Während der Mann in der schwarzen Jacke, übrigens ein Drogendealer namens Jakob, im Verhör sitzt, ist Frau Erol im Büro und unterhält sich mit dem Azubi. Der ist ziemlich muskulös. „Der ist perfekt für den Job“,  denkt sie sich. Vielleicht ist das doch mal eine Abwechslung mit einem Azubi zu arbeiten.

Kurze Zeit später sind Manuel und Frau Erol im Haus von Herrn Süß. Sie schauen sich Fotos von seinen Verwandten an. Da hört Manuel eine scharf gestellte Waffe. Oh nein! Nun sieht er auch noch, wie der Typ auf Frau Erol zielt. Der drückt ab. Manuel springt im richtigen Moment zwischen Frau Erol und der Kugel. Es lässt einen lauten Schlag. Manuel stürzt auf den Boden. Die Kugel trifft ihn und er ist sofort tot.

Zwei Wochen später geht Frau Erol auf die Beerdigung von Manuel. Es sind neben der Familie und den Freunden auch das gesamte Kollegium des Präsidiums anwesend. Der Sarg wird in die Grube herabgesetzt. Irgendetwas stimmte hier aber ganz und gar nicht. Einer der Sargträger hat es auf einmal sehr eilig, davon zu gehen. Vorher wechselt er noch einen Blick mit einem dunkelhäutigen Mann. Dieser drückt auf eine Fernbedienung. Irgendwoher war nun ein Ticken zu hören. Frau Erol kombinierte blitzschnell. Das konnte nur eine Bombe sein. „Bombeeee!“, schrie sie. Alle Anwesenden der Beerdigung geraten in Panik und rennen schreiend weg. Den dunkelhäutigen Mann hat Frau Erol nicht aus den Augen gelassen. Sie rennt hinter ihm her und lässt ein paar Schüsse ab. Er zielt genauso auf sie. In diesem Moment geht die Bombe los. Bumm!!! Der dunkelhäutige Mann fliegt mit der Explosion mehrere Meter hoch und prallt herunter. Jetzt kann sich Frau Erol das Verhör sparen.

Frau Erol steigt in ihr Polizeiauto. Bei der Fahrt sieht sie den Sargträger, wie er in eine Seitenstraße rennt. Sie macht eine Vollbremsung und beginnt ihn zu verfolgen. Der Mann rennt weiter in eine dunkle Sackgasse. Endlich bekommt sie ihn zu fassen und fragt, weshalb er wegrennt. Zunächst weigert er sich, eine Aussage zu machen. Frau Erol blickt ihn scharf an und fragt ihn wieder mit knurrender Stimme. Da bekommt er es mit der Angst zu tun. Er beginnt zu erzählen, dass er der Bruder von dem ermordeten Herrn Süß sei. Überraschenderweise ist er gleichzeitig auch der Täter. Als Motiv gibt er an, dass Herr Süß, ihn verraten habe, weshalb er jahrelang eine Haftstrafe absitzen musste. Auch war er derjenige, der die Bombe legte. Damit wollte er die Ermittlungen zur Aufklärung des Mordes aufhalten.

Aufgrund hervorragender Ermittlungsarbeit, wurde Frau Erol rechtzeitig befördert und nahm den Platz ihres Chefs Luke ein, der pensioniert wurde. In der Zwischenzeit findet Frau Erol eine andere Lieblingskonditorei, die sie regelmäßig von der Polizei überwachen lässt. Sicher ist sicher. Hauptsache, dass Süße nimmt nie ein Ende.

Ein Krimi von Luke P.